Wir haben im Keller ein altes Kuscheltier von meinem Mann entdeckt. Es ist eine "huhu-eule" (so nennt Mimi alle Eulen) und ihr fehlten beide Augen:
Mimi war entsetzt. "Die huhu-eule dar teine Auden hat!!" Und ich fand auch, dass mussten wir schleunigst ändern, schliesslich sind die Augen für einen Nachtvogel furchtbar wichtig. Also haben wir ein Tütchen Glasaugen gekauft (10 Stück für 4,95€...wir suchen jetzt noch ein paar blinde Stofftiere.....) und diese mit Hilfe einer langen Nadel (Puppennadel) angenäht.
Und jetzt kann die arme huhu-eule wieder ganz scharf sehen:
Gute Nacht all ihr Eulen da draussen!
Eure Mimismami
Sonntag, 19. August 2012
Donnerstag, 9. August 2012
Stoffe selbst bedrucken und daraus Lätzchen nähen- ein tutorial
Ich hatte gerade ein paar freie Tage...Mimi war in ihrer Kinderkrippe und ich hatte Urlaub. Wo habe ich den verbracht ?! Jap...schuldig der Anklage. Ich habe fast die gesamte Zeit hinter der Nähmaschine verbracht. Und ich habe jede Minute geliebt!! Es ist so wunderbar, schon früh am Morgen, wenns noch kühl und still ist, anzufangen zu werkeln und zu wissen, man hat alle Zeit der Welt.....Herrlich.
Gut genug geschwärmt (und geschwafelt!)...nun zur Sache. Ich liebe seit langem diese wunderbaren japanischen bedruckten Leinenstoffe....im Internet bin ich nun mehrfach über Beiträge "gestolpert" in denen selbst bedruckt wird. Das wollte ich auch. (Leider habe ich die original-post nicht mehr wiedergefunden...egal, ich hab mir das meiste gemerkt, das kriegen wir auch alleine hin!)
Aus den so bedruckten Stoffen habe ich Lätzchen und Waschlappen genäht. Ein wunderschönens Geschenk für werdende oder gerade gewordene Mamis.
Wollt ihr auch? Es geht ganz leicht! Ich zeige es Euch Schritt für Schritt:
Ihr braucht:
Leinenstoff (gern auch gebraucht, z.B. Hose)
Frotteestoff (gern auch gebraucht, z.B. Handtuch)
Klettband zum Aufnähen (Kurzwarenabteilung)
Stoffmalfarbe (ich hatte weiss, orange und pink)
Makeup-Schwämmchen
Karton
Skalpell, Exacto-Messer, Cutter o.ä.
Zunächst habe ich mir 2 Schablonen gebastelt.
Dafür habe ich 2 Blüten-Formen abgezeichnet, frei hand nach Vorlagen von Stoffen die mir gefallen, ich habe sie per Zoomfunktion vergrössert und dann abgemalt.
Die Formen habe ich dann mit dem Skalpell ausgeschnitten.
Der Karton war übrigens ein mittedicker Werbekarton aus dem Altpapier.
Jetzt brauchen wir unseren Leinenstoff (es geht natürlich auch Baumwolle oder Jersey...) ich habe eine alte, total kaputte Schwangerschaftsleinenhose verwendet, die mit eine Freundin "gespendet" hatte.
Die hat einen wunderbaren grauen Schiefer-Ton...der gefiehl mir sehr! Ich weiss, die Hose sieht echt fertig aus. Aber die Beine waren noch völlig ok. Ich habe sie abgeschnitten und die Nähte aufgeschnitten und schon hatte ich Stoffstücke, die ich bedrucken konnte.
Jetzt geht der Spass los: Es wird gedruckt!
(TIPP: Großzügig Zeitung unterlegen! Alte Klamotten anziehen!!----sonst habt ihr die Farbe überall---)
Gedruckt wird mit Stoffmalfarbe und make-up Schwämmchen aus der Drogerie. (Die kann man sogar auswaschen und wiederverwenden...also wieder zum Drucken...nicht makeup-Auftragen!!)Schaut mal wie ähnlich mein Blütenmuster den Makeup-Schwämmchen ist.....grins.....Inspiration lauert überall!
Ich habe dafür immer erstmal in einer Farbe gedruckt. Dafür die Schablone auflegen, fest andrücken und mit dem Hilfe des Makeupschwämmchen mit Farbe betupfen. Vorsichtig Schablone lösen und an anderer Stelle weiter drucken.
Am Anfang habe ich auch einige Fehler gemacht und unsauber gearbeitet:
Nach eine Weile hatte ich dann aber "den Dreh raus" und es hat gut geklappt. Über die Fehler habe ich später einfach mit einer andern Farbe drüber gedruckt. Und manche habe ich einfach gelassen. Ich fand sie haben das Design nicht gestört. Ein kleiner Tip übrigens: bis zum Rand und darüber hinaus drucken, das sieht dann "echt" aus und nicht wie "selbst bedruckt". Das war das Ergebnis (nicht wundern, der Stoff ist anders, ich habe später noch Stoff für ein anderes Projekt bedruckt, dazu ein ander Mal mehr.)
Toll, oder? Sieht doch aus wie Designerstoff?!
Alles schön trocknen, die Sonne hilft mir:
Nach dem Trocknen muss der Stoff heiss gebügelt werden, damit die Farbe waschecht wird. Man beachte die Anleitung auf der Stoffmalfarbe.
Dann könnt ihr den Stoff zuschneiden ( das kann man natürlich auch vor dem Bedrucken machen)
Dafür habe ich erstmal eine Lätzchen-Vorlage gebraucht. Dazu ein Lätzchen auf der Hälfte falten, mit einem Stift umfahren, Nahtzugabe hinzugeben und dann die so gewonnene Schablone auf gefaltetem Stoff auflegen, mit Bleistift umfahren, ausscheiden. fertig!
Hä? Nochmal ein paar Bilder dazu:
Wie ihr seht habe ich gleich auch schon die Rückseiten der Lätzchen zugeschnitten.
Nun legt ihr die beiden Lätzchenteile rechts auf rechts zusammen und steckt sie fest.
Nun wird genäht. Und zwar fange ich am Halsauschnitt rechts aussen an, damit die gerade Strecke des Halsauschnitts als Wendeöffnung offen bleiben kann. Hä? Guckt mal, so:
Vor dem Wenden ist es nun wichtig, die Nahtzugabe ringsum bis knapp an die Naht einzuschneiden. Das ist sehr wichtig, damit sich das runde Lätzchen wenden lässt und dabei keine Falten entstehen.
So jetzt können wir unser Lätzchen wenden! Dabei benutze ich hauptsächlich meine Finger und wende mit viel Gefühl, um alles schön hinzukriegen, an manchen Ecken helfe ich (vorsichtig) mit einem chinesischen Stäbchen nach.
Dann wird das gewendete Lätzchen gebügelt, und dan schmalkantig abgesteppt (topstitching), dabei verschliesst ihr auch die Wendeöffnung! Nun braucht das Lätzchen nur noch einen Verschluss. Man könnte Knopf und Knopfloch anbringen, einen Druckknopf einschlagen oder (am einfachsten!) Klett annähen. Ich habe mich für diese letztere einfache Variante entschieden.
Dazu zwei Klettstückchen zuschneiden. Das flauschige Teil nenne ich jetzt mal "Weibchen" und das kratzige mit den kleinen Häkchen nenne ich "Männchen". Beide Teile habe ich zu Ovalen von ca 2cm Durchmesser zugeschnitten.
So nun nähe ich das so, dass das kratzige Männchen unten zu liegen kommt. (Irgendwie klingt es gerade etwas unanständig...aber ich weiss echt nicht wie ich es besser erklären soll....) Also das Männchen auf das (von mir aus) linke Lätzchenende auf die Leinen-Seite nähen. Klingt komplizierter als es ist... vieleicht hilft ein Bild:
So nun das flauschige Weibchen an das andere (rechts gelegene) Lätzchenende auf die Frottee-Seite nähen.
So und nun könnt ihr das Lätzchen schliessen! Natürlich geht es auch andersherum (also dass das Weibchen unten liegt...sorry. Räusper....) aber dann haben wir das kratzige Männchen an der Seite, die beim Schliessen in Kontakt mit dem Babyhals kommen kann, vor allem wenn das Lätzchen aus Versehen nicht ganz geschlossen ist. Und das kratzt ganz schlimm! Mimi hat davon einen ganz roten Nacken bekommen, weil ich es am Anfang nicht gewusst habe. Also immer da Weibchen oben! So.nun genug der schlüpfrigen Anspielungen, aber wahrscheinlich kann es sich jetzt jeder merken und Eure Babys bekommen keinen roten Nacken....das wär doch gut!
So nun ist das Lätzchen fertig!
Kaum zu glauben, dass das mal ein altes Hosenbein war, oder?
Und weil noch Stücke übrig waren habe ich 6x6 inch Quadrate geschnitten, ebenfalls rechts auf rechts auf gleichgroße Frotteestücke genäht, gewendet und hatte: Waschlappen! Passend zum Lätzchen....farblich und thematisch: Erst kleckern, dann saubermachen!
So gibts zu jedem Lätzchen nun auch noch 2 Waschlappen dazu. Das ist ein schönens Geschenk...egal ob zur Geburt....oder als Mitbringsel fürs Beikost-Baby!
Viel Spass beim Nachmachen und schaut ruhig in ein paar Tagen noch einmal rein, wenn Euch das Stoff-Bedrucken gefallen hat, ich habe noch ein Projekt damit gemacht!
Liebe Grüße,
Eure Mimismami
Mittwoch, 8. August 2012
Puppen-Feuchttücher und Windeln
Unsere Mimi hat seit ein paar Wochen einen neuen kleinen Cousin. Das Ereignis hat sie tief beeindruckt und sie hat, obwohl sie das Baby aufgrund der großen Entfernung bisher nur auf einem Foto gesehen hat 1. beschlossen, dass sie nun auch einen Bruder haben will und 2. das ihre Puppe von jetzt ab, wie ihr neuer Cousin, "Wilhelm" heisst. Das hat mich in Schwierigkeiten gebracht, denn "Wilhelms" bisherige Gardarobe bestand ja aus rosa Stramplern und kleinen Kleidchen, die ich genäht hatte. Das war ja nun nicht mehr angebracht. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Puppe wäre etwas anderes als ein Mädchen....dumme Mami!
Also musste erstmal ein neuer Strampler her:
So, das ging ganz flott auf der Overlockmaschine! Nun brauchte Wilhelm natürlich auch nich ein paar Windeln, denn Wickeln ist im Moment das allerwichtigste.
Eifrigen mimismami-blog-Lesern dürften die Puppenwindeln bekannt vorkommen! Ich habe letztes Jahr schon einemal einen ganzen Schwung gemacht und darüber hier gebloggt.
Neu sind die rosa Fähnchen oben an der Windel. Die helfen Mimi, die Windel richtig zu platzieren, damit sie sie anlegen kann. "Das Fähnchen muss nach oben"...so klappts auch schon alleine -ohne Frustanfälle.
Nun gibt sich Mimi nicht mit alleinigem "trocken-Wickeln" zufrieden, stilecht müssen immer Feuchttücher her, um den Puppen den Popo sauberzumachen. Unser Verbrauch ist dadurch enorm gestiegen! Wenn man nicht aufpasst "verspielt" Mimi gerne mal ein Paket für ein eine Wickel-Session und die Puppe "duftet" danach tagelang nach den Feuchttüchern. Urgh.
Ich habe die "Box" frei Hand hersgestellt und die Tücher sind kleine Molton Quadrate, die ich mit der Overlock schnell versäubert habe. Das ganze Projekt hat 30 min gedauert. Bei Gelegenheit mache ich mal ein tutorial. Versprochen!
Die Tücher kann man übrigens so falten, dass sie wie die Feuchttücher eins nach dem anderen herauskommen. Gar nicht schwer, ich habe mir dazu angekuckt wie die original-Tücher gefaltet sind und habe das einfach nachgemacht.
Mimi war restlos begeistert und hat studenlang mit den neuen Sachen gespielt. Es ist wirklich niedlich, ihr bei ihren kleinen Selbstgesprächen zuzuhören: "Wimhelm hat ein Tinki gemaht!" "UUUUhhh, tinkt da Wimhelm!!" "neue Windel anziehnen!" "soooo, danz sauba, de Wimhelm!" "Tomm her de Wimhelm Mama tuscheln!" .....Kann mir einer sagen, wie man die Zeit anhält?! Ich will dass alles so bleibt, es ist zu süß!
In diesem Sinne gehe ich die Mimi jetzt mal abholen!
Eure Mimismami
Donnerstag, 2. August 2012
Sommerkleid aus Papis T-Shirt
Unser Papi hat mal wieder ein paar seiner T-Shirts ausgemistet....das tut er in letzter Zeit häufig, weil er viele schöne neue T-Shirts hat und er die alten gar nicht mehr anzieht. Und unser Kleiderschrank ist sehr klein...wir teilen ihn auch noch....(meine Nähecke braucht soviel Platz...hust...da passt nicht mehr viel Kleiderschrank dabeben) ...naja. Und dann müssen wir eigentlich immer was ausmisten, wenn wir etwas neues kaufen. Was an sich auch gar nicht schlecht ist. Besonders, da ich fast alle Sachen in die "Upcycling/Repurposing" Kiste räume, wo sie früher oder später zu Kinderkleidern oder anderem verarbeitet werden. Heute hatte ich grosse Lust das Go to Siganture Dress auszuprobieren, über das das ganze blogland schwärmt....und wie ich herausfinden konnte: Zurecht! Ich habe mir das pdf pattern herunter geladen, das hat mich 10 Dollar gekostet. Wenn man bedenkt, daß das Muster von 12 Monaten bis 12 Jahren geht und 500+ Variationsmöglichkeiten (echt wahr!) aufweist, dann ist der Preis mehr als in Ordnung. Aussedem finde ich es schön, daß irgendjemand mit dem Verkauf der pattern von seiner kreativen Arbeit leben kann....und so jemand hat jeden Cent verdient, finde ich.
Das hier war auf alle Fälle mein Ausgangs-T-Shirt:
Dann habe ich es in der Größe 3T zugeschnitten nach dem Muster go to signature dress (s.o.) ich habe die Optionen "dress length, flutter sleeve, shirred waist, inset pokets" gewählt. Das Muster habe ich auf freezer paper durchgepaust und dann aufgebügelt:
Dann einfach ausschneiden, freezer paper abziehen und wiederverwenden! (Das ist das tollste, ich habe gemerkt, daß ich es immer wieder aufügeln kann! Wie unglaublich!)
Das sind die zugeschnittenen Teile:
Dann ging alles ganz schnell. Ich habe mit meiner Nähmaschine und mit der Overlockmaschine parallel gearbeitet und bin sehr zufrieden. (Einzig der Halsauschnitt, den hätte ich noch etwas enger machen können...beim nächsten Mal!)
Das Beste sind die Taschen:
....das fand auch Mimi und hat die kleinen Händchen gar nicht mehr rausnehmen wollen.
Vom T-Shirt war jetzt nicht mehr viel übrig. Aber was übrig war habe ich grob in Streifen geschnitten und aneinader geknotet:
Das ganze wird dann zu Knäulen gewickelt:
So verfahre ich mit allen meinen "streifenförmigen" Stoffresten und auch mit viel was aus Abfall bei der Overlockmaschine anfällt.
Dann verwahre ich die Knäule, bis ich ca 10 Stück zusammen habe. Bei jeder Nähaktion fallen wieder Reste an, die zu schmal für alles andere sind und sonst im Abfall landen würden. (Verschwendung!) Aus der so gewonnen Wolle stricke ich kleine Flickenteppiche. (Ich habe seeeehr dicke Stricknadeln dafür!)
Dieser hier liegt unter meinem Nähtisch:
Das macht Spass, sieht süß aus und fühlt sich unter den Füsssen toll an. (Die Textur...schwärm!) Auch als Geschenk kommen die Dinger gut an. Und ein warmes Gefühl, daß man ALLES verbraucht hat, nicht verloren ist, das gibts gratis dazu.
Das war übrigens der letzte Rest vom T-Shirt, den ich weggeschmissen habe. Vielleicht war es falsch? Vielleicht liesse sich auch damit noch was machen?! Habt ihr Ideen?
In diesem Sinne gute Nacht!
Eure Mimismami
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